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..und auf geht es nach Korsika
Nach den schönen Tagen in der Toscana, sollten wir auf Korsika noch einmal auf das Positivste überrascht werden. Die Korsen waren alle überaus freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit, an der herrlichen Landschaft konnte man sich nicht satt sehen und die Straßen waren für uns Biker einfach nur Genuss pur!!!
Alles was man uns vorher gesagt hatte und was wir gelesen hatten über Korsika traf wirklich zu - na ja, fast alles - die Menschen waren noch viel freundlicher und netter, als man uns erzählt hatte.
Natürlich braucht es immer ein bisschen Glück, Geduld und die berühmten "Zufälle", um im Nachhinein eine Tour so positiv beschreiben zu können. Das Wichtigste für uns aber war, dass wir uns wieder einmal auf diese Überraschungen eingelassen haben und nicht alles bis ins letzte Detail ausgeplant hatten.
Und eines kann ich Euch schon jetzt sagen: es gab wirklich eine Menge Überraschungen, mit denen keiner rechnen konnte. Lasst auch Ihr Euch überraschen von den Tagesberichten und genießt die Bilder von einer traumhaften Insel, einer traumhaften Bikertour und von tollen "Harley Typen"!!
Und an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich bei Christoph Berg bedanken, der uns mit seinem Buch "Korsika" hervorragende Tipps gegeben hat und dessen, mit viel Liebe und Herzblut geschriebenen Beschreibungen uns an viele schöne Orte geführt haben.
Die einzelnen Routen und Tages Touren mit Wegbeschreibungen findet Ihr natürlich wie immer in den Routes!!
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Auf Wiedersehen Figline Valdarno - Bastia wir kommen!!
Nach den herrlichen Tagen in der Toskana heißt es nun heute Abschied nehmen von lieben Freunden, einer herrlichen Landschaft und einer tollen Küche. Auf der anderen Seite freuen wir uns natürlich auch auf neue Herausforderungen, neue Begegnungen und hoffentlich tolle Touren!!
Die Fahrt ostwärts durch die Toscana bis Livorno verlief absolut problemlos. Wir haben nach Möglichkeit kleine verträumte Straßen gesucht, da wir Zeit genug hatten und die Landschaft so richtig genießen wollten. Da wir uns relativ weit südlich orientiert hatten, konnten wir die letzten Kilometer direkt am Mittelmeer entlang fahren. Die Sonne im Rücken, das Meer auf unserer linken Seite und eine große Vorfreude im Herzen lassen die Zeit und die Kilometer nur so dahin fliegen. Wir fahren in Livorno zuerst zum Hafen, um uns schon mal zu orientieren für die morgige Fährfahrt nach Korsika - absolut problemlos!! In direkter Nähe bekommen wir Zimmer im Hotel Gran Duca, wo auch unsere Motorräder einen Unterstellplatz finden. Zimmer beziehen, frisch machen und dann in die Bar, den Absacker trinken!! Helen und Lars entschließen sich im schönen Hotel zu bleiben (..und ein bisschen zu flittern??!!) und Carina, Trudi, Stefan und Bernd machen einen kleinen Spaziergang durch die schöne Hafenstadt Livorno. Dann macht sich so langsam der Hunger bemerkbar und wir finden ein kleines Restaurant in einer Seitenstraße, wo wir den Tag mit gutem Wein und guter Pizza und Pasta noch einmal vorbeilaufen lassen. Dann trinken wir noch einen kleinen Absacker an der Hotel Bar und beschließen einen schönen Tag.
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Von der Ost- zur Westküste und dann ab in die Berge
Heute geht es, nach einem guten Frühstück auf der Terrasse, von der Ost- an die Westküste und wir haben uns für diese Tour, wenn es eben ging, nur die kleinsten Straßen ausgesucht. Gleich nach Bastia geht es über die D 81 hinauf bis auf 536 Meter über den Col de Teghime. Es ist wunderschön ruhig, die Natur geizt nicht mit Reizen und wir fahren wie auf Wolke 7. Wir erreichen den kleinen Ort Patrimonio, der für Weinkenner ein Begriff ist. Der Rotwein aus der Niellucio Traube ist selbst in Paris bekannt und geschätzt. Wir sind mitten im Nebbio - Gebiet und erreichen bald das herrliche Küstenstädtchen Saint-Florent. Dieses idyllische Fischerstädtchen ist im Sommer allerdings eine Touristenhochburg. Wir genießen allerdings die Ruhe, die Sonne und natürlich einen guten Kaffee, direkt am Hafen. Dann geht es weiter - ab in die unberührte Landschaft aus Stein und Macchia - die östlichen Ausläufer des Desert des Agriates. Die Straßen werden eng, kurvig und wir erreichen das kleine Dörfchen Santo-Pietro-di-Tende, mit seiner herrlichen romantischen Kirche. Vorbei an dem grünen Schiefer, der hier die Natur beherrscht, geht es durch die Dörfer Sorio und Pieve zum Col de San Stefano. Über den Pass auf 368 Meter Höhe geht es dann weiter in Richtung Casatoria und Bastia. Hier biegen wir dann wieder auf die B 31 ab und fahren über San Martino bis auf 500 Meter und genießen hier oben die Sicht bis zum Hafen von Bastia. In San Martino di Lota lassen wir uns noch einmal bei Kaffee und leckerem Kuchen verwöhnen, bevor wir nach 123 km und 5 Stunden toller Fahrt wieder in Miomo ankommen. Es war einfach nur schön und wir sind den ganzen Abend noch gefangen von dieser herrlichen Tagestour. Der Abend klingt im Restaurant bei Madam Bettina, tollem Essen, gutem Wein und einem Tänzchen aus. Harley Friends - uns geht es gut!! |
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Heute geht es über die Berge in Richtung Ajaccio
Ganz so wohl war es uns heute nicht, als wir nach einem letzten Frühstück auf der Terrasse von Bettina in Richtung Ajaccio abgefahren sind. Trotz vieler, vieler Telefonate hat Bettina kein Hotel mit freien Zimmern in Ajaccio finden können - was solls, wir werden schon vor Ort ein Bett finden. Über Korsikas beste Straße, die N193, ging es dann nach Süden. Bis Ponte Leccia hatten wir noch etwas mehr Verkehr, doch dann wurde es immer ruhiger. Das Wetter war herrlich, sodass wir die ganze Zeit das herrliche Bergpanorama mit dem Monte Cinto (2706 Meter), dem Monte Rintondo ( 2622 Meter) und dem Monte d´Ora (2389 Meter) genießen konnten. Über den höchsten Pass, den Col de Vizzayona sind wir bei herrlichem Sonnenschein und traumhaften Temperaturen gefahren. Hier ging es einige Kilometer durch dichte Wälder, schöne Bergformationen und kleine Städte, sodass es nie langweilig wurde. 20 Kilometer vor Ajaccio kam dann die große Frage: in welches Hotel fahren wir?? Gott sei Dank, hatte ich mir ja kurz vor Abfahrt mein neues Navi von Garmin gekauft, und jetzt sollte es seine erste Prüfung mit Bravour bestehen: es führte uns in das Küstenstädtchen Tiuccia in das Hotel L´Allegria. Super nette Leute, einfache und sehr saubere Zimmer und direkt am Meer. Fast wie immer: Harley Friends werden halt von guten Geistern begleitet!! Natürlich trifft man sich, nachdem die Mopeds unter der Palme geparkt waren und die Zimmer bezogen waren, 5 Minuten später an der Bar zum 1. Absacker!! Aber was soll man hier trinken?? Unser Blick fiel auf eine Flasche RAKI im Regal. Der Wirt konnte nicht sagen, wo diese Flasche her war, öffnete sie aber, ließ uns probieren und als wir einen zweiten Raki bestellten, schenkte er uns die ganze Flasche: das ist der Begrüßungsdrink des Hauses. Na ja - was soll bei so einem Beginn den noch schief gehen??? Die Flasche hat natürlich die nächste halbe Stunde nicht überlebt!! Dann heißt es duschen, frisch machen und zum Essen in das Restaurant auf die anderen Straßenseite. Hier haben wir dann die gute korsische Küche mit freiem Blick auf das Meer genossen und die schöne Tagesfahrt noch einmal an unserem geistigen Auge vorbei laufen lassen. Beim letzten Drink an der Bar haben wir dann noch einen Harley Fahrer aus Tiuccia kennengelernt, der gerade von einer Tour aus Frankreich zurück gekommen war. Da gab es natürlich viel zu erzählen!! Müde und sehr zufrieden sind wir dann zu später Stunde ins Bett - Harley Friends, uns geht es gut??!!?? |
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Wunderschöne Westküste - vom Golf de Sagone bis zum Golf de Porto!!
Nach dem Frühstück haben wir - Carina, Trudi, Stefan und Bernd - uns entschlossen, an der Westküste entlang nach Norden zu touren. Helen und Lars wollten nach Ajaccio, um den Weg zum Flughafen zu erkunden und einen kleinen Einkaufsbummel zu machen. Bei herrlichem Wetter geht es nach Norden, immer entlang an schönen Sandstränden und felsigen Küstenabschnitten bis nach Sagone. Ein kleines altes Dorf, dass mit seinem herrlichen Strand immer mehr Touristen anlockt. Weiter über kleine, kurvenreiche Straßen geht es hinauf auf das auf einem Felsvorsprung über dem Meer gelegenen Kleinstädtchen "Cargese" (Cargese, die Griechin). Die alte griechische Kirche erinnert noch an die Zeit, als dies eine griechische Kolonie (1774) war. Nette Cafes, kleine Geschäfte und Eisdielen laden uns zu einer Pause ein. Dann geht es hinauf in die Berge, den Mte Rao immer im Blick, bis in wohl eines der schönsten Städtchen Korsikas: Piana auf 435 m ü.d.M. mit einem herrlichen Blick auf den Golfe de Porto mit der davor liegenden Calanche. Nette Hotels, kleine Restaurants und alte Geschäfte und einer ausgesprochen netten und zuvorkommenden Bevölkerung. Weiter geht es dann in Richtung Porto und nun wurden wir regelrecht verzaubert von der Landschaft. Auf der einen Seite das tiefblaue Meer und die wilde Küstenlandschaft, hindurch durch die roten und bizarren Felsen der Calanche bis hinunter zum Golf von Porto. Diese atemberaubende Landschaft wurde von der UNESCO zum Weltinteresse erklärt, um sie zu schützen und zu erhalten. Die Fahrt durch die "Les Calanche" erinnerte uns an den Bryce Canyon in den USA - es war einfach nur schön. Wir fuhren hinunter in den Hafen "Marine de Porto" und haben hier eine Kleinigkeit gegessen, etwas getrunken und die Stimmung und den Blick auf das Meer genossen. Weiter fahren wir in das Landesinnere, dort, wo der Tourismus noch nicht die schönen, alten Orte erreicht hat. Ota, ein malerisch am grünen Hang gelegener Ort ist zwar der "Regierungsort" von Porto, hat sich aber in der Abgeschiedenheit seine ländliche Schönheit bewahrt. Über die D 84 geht es weiter hinauf nach Evisa auf 850 Meter. Auf der einen Seite die Spelunca Schlucht und auf der anderen Seite das herrliche Wald- und Wandergebiet von "Aiton", ist dieses kleine Städtchen ein Ausflugstipp für Insider. Unsere Fahrt führt uns dann weiter über die D 70 in Richtung Vico. Auf 400 Meter ist dieses verträumte Dörfchen, was einst ein Residenzort der Bischöfe von Sagnone war, noch heute politischer Hauptort dieser Region. Das Franziskanerkloster aus dem 15. Jahrhundert wird heute noch von 5 Patres des Oblaten-Ordens betrieben, die auch die umliegenden Dörfer seelsorgerisch betreuen. Dann müssen wir "heim" nach Tiuccia, voll geladen mit herrlichen Eindrücken einer zauberhaften Landschaft und wunderbaren Menschen.
Am Abend heißt es dann leider Abschied nehmen von Helen und Lars, die morgen ihre Heimreise antreten müssen. Im Restaurant "Les Flots Bleus" genießen wir den letzten Abend und wehren uns heftig (..und erfolgreich!!) gegen die aufkommende Abschiedsstimmung. Es war ein sehr schöner Tag, der uns bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird!!
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Heute geht es zurück nach Klosterlechfeld - leider mit unerwarteten Problemen!!
Nach einem letzten Frühstück fahren wir dann um 09:15 Uhr bei leichtem Nieselregen los in Richtung Klosterlechfeld. Aber der Regen hörte schnell auf - kurz nach Trento wurde es trocken und die Sonne war dann bis nach Hause wieder unser Begleiter!!
Es war eine ruhige und schöne Fahrt, bis - ja bis kurz nach Bozen meine treue Heritage nicht mehr weiter wollte. Die metallischen Geräusche waren unüberhörbar, so dass die nächste Tankstelle vorerst einmal die Endstation für meine Heritage und mich war!! Trudi (..als Tour Guide!!) und Stefan haben sich dann alleine auf den Heimweg nach Klosterlechfeld gemacht und ich habe auf den ADAC gewartet, der dann mein Moped "versorgt hat. Im Nachhinein ein dickes Kompliment an den ADAC: Beratung, Hilfe und Rücktransport - alles war Bestens und ohne das kleinste Problem. Es war einfach nur perfekt !! Dieser Club ist meine ganz persönliche Empfehlung für alle die mit Auto und Motorrad unterwegs sind!!
Ein kurzer Anruf bei Petra und Dieter in Torbole und die Frage, ob sie mich am nächsten Tag am Ende ihres Urlaubs mit nach Hause nehmen könnten führte nach 5 Minuten zu einem Anruf von Dieter: wir brechen unseren Urlaub früher ab und fahren dich sofort nach Hause!! Na, ja - richtige Freunde zeigen sich halt immer dann, wenn es Probleme gibt!!
Petra, Dieter und Bernd sind dann im voll beladenen Auto nach Klosterlechfeld gefahren. Derweil waren Trudi, Carina und Stefan auch gut angekommen, haben eine kurze Dusche genommen, und dann haben wir uns alle beim Metzgerwirt bei Haxen, Schnitzel und gutem bayerischen Bier getroffen. Es war ein toller Abend, an dem sich neue Freunde gefunden haben. Petra, Carina, Stefan und Dieter haben sich vom ersten Moment an verstanden und uns war klar - das sind neue Harley Friends Forever (..auch wenn sie nur Piaggio fahren??!! ha,ha!!). In "Kolei´s - Taverne" haben wir das Aufnahme Ritual vollzogen und den Tag und Abend richtig zufrieden ausklingen lassen.
Harley Friends Forever - nicht an den Worten, sondern an den Taten sollt ihr sie erkennen!!!
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.. heute heißt es leider Abschied nehmen von Carina und Stefan!!
Na, ja - und ist der Urlaub noch so schön, einmal muss man halt Abschied nehmen!! Wir hatten 24 herrliche Urlaubs Tage mit vielen Erlebnissen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Und in den vergangenen Tagen hat sich wieder einmal ganz besonders gezeigt, was es wirklich heißt: Harley Friends Forever!! Schön, dass wir solche Freunde haben und zweimal schön, dass wir soviel schöne Stunden gemeinsam, auch mit anderen Harley Freunden, genießen durften.
Bis bald, wenn es wieder donnert:
Harley Friends Forever on the road again!!! |
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